Die schwule Zielgruppe in Zahlen

Laut einer Untersuchung von Emnid fühlen sich 9,4 % der männlichen Bevölkerung vom gleichen Geschlecht erotisch angezogen. Bezogen auf die Einwohnerschaft Deutschlands macht dies einen Anteil von 3,7 Mio. Laut BBDO ist der Anteil mit Abitur in der schwulen Zielgruppe nahezu doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Der Anteil an leitenden Angestellten und Beamten ist um 30% höher. Aus der besseren Schulbildung und den besonderen Lebensumständen, Homosexuelle haben in der Regel keine Familie zu versorgen, resultiert ein deutlich höheres verfügbares Haushaltsnettoeinkommen. Eine Befragung des Allensbach-Instituts (GayCityCom 2004) beschreibt diese Zielgruppe als Trendsetter (20,2% gegenüber 8,2% im Bevölkerungsdurchschnitt). Sie hat einen „Spürsinn für Neues" (24% gegenüber 11,9%) und kann auf Grund ihrer Konzentration in Metropolen über 500.000 Einwohner als „urban early adopting" klassifiziert werden.

 

Die Interessensgebiete richten sich insbesondere auf folgende Themen:

 

Wellness

Laut AWA ist der Besuch von Fitness-Studios mehr als doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Laut „MediaLogics" interessiert sich die Zielgruppe mit 54,1 % ( heterosexuelle Männer 34,9 %) sehr für Parfüm, Kosmetik und Pflegeprodukte.

 

Reisen

Die AWA testiert der Zielgruppe drei Mal so viele Städtereisen pro Jahr. Die Ausgaben pro Reise liegen laut „Publicom" um 30 % höher.

 

Mode

Laut einer Untersuchung der BBDO geben 53% bzw. 49% der Befragten an, dass sie sich „sehr für die neusten Modetrends interessieren" und dafür „viel Geld ausgeben".

 

Design

90% der Zielgruppe gibt laut BBDO an, dass sie viel Wert auf eine gepflegte Wohnung legt. Laut AWA besteht eine dreimal so hohe Kaufplanneigung für Designermöbel in den nächsten 1-2 Jahren.